Versorgungssicherheit bei fehlenden Strukturen
Wie lässt sich die sichere Aufbereitung von Medizinprodukten gewährleisten, wenn feste Strukturen fehlen, etwa bei Havarien und Übergangslösungen im Krankenhausbetrieb oder in Krisengebieten und Feldlazaretten? Die Lösung: Mobile Aufbereitungseinheiten im Modulbausystem, individuell angepasst an die jeweiligen Anforderungen und Gegebenheiten vor Ort.
Ein zentrales Element dessen ist die autarke Versorgung mit aufbereitetem Wasser, das für die normgerechte Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten unverzichtbar ist. EnviroFALK liefert hierfür passgenaue Wasseraufbereitungsanlagen, die sich auch unter minimalen Platzbedingungen nahtlos integrieren lassen und selbst unter extremen Einsatzbedingungen zuverlässig die geforderte Wasserqualität bereitstellen.
Einsatzgebiete mobiler Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte
Die HP Medizintechnik verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Labor- und Medizintechnikgeräten. Zudem gehört das Oberschleißheimer Unternehmen zu den international führenden Anbietern für mobile Aufbereitungseinheiten von Medizinprodukten.
Die modularen Einheiten in Container- und Zeltbauweise sind speziell auch für Krisen- und Katastrophengebiete konzipiert. Zum Einsatz kommen sie überall dort, wo medizinische Versorgung unter schwierigsten Bedingungen sichergestellt werden muss. In Krisengebieten, wie etwa in Mali und Afghanistan sowie bei Naturkatastrophen wie Tsunamiwellen und Erdbeben.
Die Anforderungen sind enorm: extreme Temperaturen, Staub, entlegene Einsatzorte, schwierige Transportwege sowie die ständige Notwendigkeit eines schnellen Auf- und Abbaus erfordern besonders widerstandsfähige und kompakte Systeme. Damit leisten die mobilen Einheiten weltweit einen entscheidenden Beitrag zur hygienisch sicheren Aufbereitung von Medizinprodukten. Sei es für Streitkräfte, in Feldlazaretten, bei humanitären Missionen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder als schnell verfügbare Übergangslösung in zivilen Krankenhäusern und Kliniken.
Schlüsselrolle der Wasseraufbereitung
Für die normgerechte Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten ist aufbereitetes Wasser unverzichtbar. Wir sprechen hierbei von vollentsalztem Wasser (VE-Wasser), Rein- und Reinstwasser. EnviroFALK hat sich auf diese speziellen Anforderungen eingestellt und kompakte Wasseraufbereitungsanlagen entwickelt, die selbst unter engsten Platzverhältnissen in mobilen Systemen integriert werden können. Damit übernimmt die Wasseraufbereitung eine zentrale Funktion für die Versorgung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG), Ultraschall-Reinigungsgeräten, Sterilisatoren und Dampferzeugern. All diese Geräte benötigen aufbereitetes Wasser nach strengsten Hygienerichtlinien und Normen, wie der DIN EN ISO 15883 für Reinigungs- und Desinfektionsgeräte und DIN EN 285 für Dampfsterilisatoren. Diese Normen definieren klare Anforderungen an die Wasserqualität.
Die Wasseraufbereitungsanlagen von EnviroFALK erfüllen genau diese Anforderungen. Alle notwendigen Aufbereitungsstufen, von Vorfiltration und Umkehrosmose bis zur Restentsalzung mittels Ionenaustauscher, sind platzsparend in einem Unterschrankmodul integriert. Moderne Sensorik, robustes Touch-Display und eine widerstandsfähige PPH-Verrohrung stellen sicher, dass die Wasseraufbereitungstechnik auch unter extremen Bedingungen zuverlässig funktioniert.
Die HP Medizintechnik GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt Geräte für den Labor-, Analyse- und Medizinbereich. Das Unternehmen mit Sitz in Oberschleißheim bei München verfügt dabei über mehr als 50 Jahre Erfahrung und Know-how sowie über eine optimale Entwicklungs- und Fertigungsstruktur für Labor- und Medizinprodukte aller Art.
Zudem zählt HP Medizintechnik zu den international führenden Herstellern von flexiblen, für den mobilen Einsatz konzipierten, normenkonformen Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte (AEMPs) in Zelt- und Containerbauweise. Diese werden vor allem in Katastrophen-, Kriegs- und Krisensituationen von Streitkräften und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie auch als Interimslösung an zivilen Krankenhäusern weltweit eingesetzt.
Militärische Anforderungen und Tests
Die mobilen Aufbereitungseinheiten der HP Medizintechnik sind klimatisiert, um auch unter extremen Bedingungen vor Ort einen sicheren und stabilen Betrieb zu gewährleisten. Sie müssen über weite Stecken hinweg transportiert sowie regelmäßig auf- und abgebaut werden. Außerdem müssen sie Erschütterungen standhalten und bei Umgebungstemperaturen von -10 °C bis +70 °C zuverlässig funktionieren. Jede Anwendung bringt neue Herausforderungen mit sich, auf die es sich einzustellen gilt.
Bevor eine mobile Aufbereitungseinheit das Werk verlässt, wird sie einem mehrstufigen Belastungsprogramm nach NATOStandard AECTP300 unterzogen. Ein unabhängiges Prüflabor überwacht dabei Tests, die reale Lagerungs- und Transportbedingungen simulieren: Dazu gehören 24 Stunden bei bis zu –32 °C zur Prüfung der Frostsicherheit, heißtrockene Phasen bis +71 °C zur Nachbildung von Alterungsprozessen sowie feuchtwarme Klimaszenarien zur Bewertung der Korrosionsbeständigkeit. Die warmen Testreihen umfassen ganze Wochen mit wiederholten Erwärmungs und Abkühlungszyklen. Erst wenn die Systeme diese Belastungen überstehen und anschließend technisch einwandfrei funktionieren, werden sie freigegeben.

Dipl. - Ing. Sandro Schmalzl
Geschäftsführer von HP Medizintechnik
Mobile Aufbereitungseinheit wird in der Klimakammer einem mehrstufigen Belastungsprogramm gemäß NATOStandard AECTP300 unterzogen
Kompakte Wasseraufbereitung von EnviroFALK: Alle Aufbereitungsstufen von Vorfiltration über Umkehrosmose bis zur Restentsalzung über Ionenaustauscher sind platzsparend im Unterschrankmodul integriert.
Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit
Die mobilen Aufbereitungseinheiten sind dabei nicht nur robust und kompakt, sondern auch auf langfristige Versorgungssicherheit ausgelegt. Durch modulare Bauweise und autarke Wasseraufbereitung können sie unabhängig von lokaler Infrastruktur betrieben werden. Das gewährleistet Versorgungssicherheit selbst in Regionen ohne gesicherte medizinische Versorgung.
Reinigung von Medizinprodukten
Zu den Medizinprodukten, die nach jedem Einsatz aufbereitet werden, gehören nicht nur chirurgische Instrumente wie zum Beispiel Skalpelle, sondern auch komplexe Geräte wie Endoskope oder Ultraschallsonden. Darüber hinaus zählen Operationsscheren, Klemmen, Pinzetten, Bohrer, Implantationsinstrumente sowie Instrumente für minimalinvasive Eingriffe dazu. Die Reinigung erfolgt in Sterilisatoren, Autoklaven, Ultraschallbecken und Reinigungs- und Desinfektiionsgeräten (RDG), die mit aufbereitetem Wasser gespeist werden.
Die zuverlässige Wiederaufbereitung dieser Produkte ist entscheidend für die Patientensicherheit bei medizinischen Eingriffen und Untersuchungen, unabhängig davon, ob sie in einem voll ausgestatteten Krankenhaus oder unter extremen Bedingungen in einem Feldlazarett stattfinden.
Partnerschaft „Made in Germany“
Qualität und gemeinsame Weiterentwicklung
Die Zusammenarbeit zwischen HP Medizintechnik und EnviroFALK basiert seit vielen Jahren auf Vertrauen, Professionalität und Innovationskraft. Beide Unternehmen entwickeln und fertigen ihre Systeme in Deutschland, ein klares Bekenntnis zu Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden die Wasseraufbereitungsanlagen für mobile Aufbereitungseinheiten kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Ziel war es, ein Höchstmaß an Hygiene, Flexibilität und Zuverlässigkeit zu erreichen, selbst unter extremen Einsatzbedingungen.
Individuelle Lösungen statt Standard
Die Entwicklung der mobilen Aufbereitungseinheiten erfordert ein Umdenken: Während stationäre Anlagen über Jahrzehnte unverändert im Einsatz sind, müssen mobile Systeme regelmäßig transportiert sowie auf- und abgebaut werden. Sie müssen Erschütterungen standhalten und unter unterschiedlichsten Temperaturbedingungen zuverlässig funktionieren. Jede Anwendung bringt neue Anforderungen mit sich, von schwierigen Transportwegen bis hin zu extremen klimatischen Bedingungen.
Daher erfordert die Entwicklung der Wasseraufbereitungsanlagen für mobile Aufbereitungseinheiten einen engen Abstimmungsprozesses. Von der ersten Konzeptphase über die Konstruktion bis zur finalen Umsetzung wurde jedes Detail zwischen EnviorFALK und HP Medizintechnik gemeinsam geplant. Die besondere Herausforderung bestand darin, kompakte, robuste und ausfallsichere Wasseraufbereitungsanlagen zu konzipieren, die auch unter extremen klimatischen und logistischen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

Sascha Reßmann
Verkaufsmanager Wasseraufbereitung für Krankenhäuser & Labore von EnviroFALK
Gemeinsam geplant: Die Entwicklung der Wasseraufbereitungsanlagen für mobile Aufbereitungseinheiten erfordert enge Abstimmungsprozesse. Von der Konzeptphase über die Konstruktion bis zur Umsetzung stimmten EnviroFALK und HP Medizintechnik jedes Detail präzise miteinander ab.

Zuverlässige Wasseraufbereitung für Interimslösungen im Krankenhaus oder unter Extrembedingungen im Feldlazarett.
Langjährige Erfahrung in
komplexen Projekten
In den vergangenen zehn Jahren haben HP Medizintechnik und EnviroFALK zahlreiche komplexe Projekte gemeinsam realisiert. Dazu zählen mobile Aufbereitungssysteme für die Bundeswehr in Zeltsystemen, containerbasierte Lösungen für internationale Einsätze sowie die Integration von Wasseraufbereitung auf dem größten Marineschiff der Bundeswehr unter Berücksichtigung von ABC-Schutzanforderungen. Diese Projekte verdeutlichen die Fähigkeit beider Unternehmen, Lösungen für unterschiedlichste Einsatzszenarien zu entwickeln: Von militärischen Anwendungen bis hin zu Interimslösungen in zivilen Krankenhäusern.
Wartungsfreundlichkeit und
Schulung des Personals
Die Zuverlässigkeit mobiler Aufbereitungseinheiten hängt nicht nur von der Technik, sondern auch vom sicheren Umgang durch das Personal ab. Deshalb spielt die Wartungsfreundlichkeit eine zentrale Rolle. Alle Aufbereitungseinheiten sind so konzipiert, dass sie leicht zugänglich und einfach zu warten sind, selbst unter schwierigen Einsatzbedingungen.
Ebenso wichtig ist die Schulung des Personals. Die Bedienung, Wartung und Desinfektion der Wasseraufbereitungsanlage und allen nachgeschalteten medizinischen Geräten müssen auch ohne direkte Unterstützung möglich sein, beispielsweise durch Soldaten in Einsatzgebieten. Aus diesem Grund werden alle Prozesse detailliert dokumentiert und durch praxisorientierte Trainings ergänzt. So wird sichergestellt, dass die mobilen Aufbereitungseinheiten jederzeit zuverlässig funktionieren.
Von Kriseneinsatz bis Krankenhaus: Sichere Wasseraufbereitung für Medizinprodukte
Ob im Krankenhaus, bei Havarien oder im Einsatz der Bundeswehr: Mobile Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte müssen unter allen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Die Wasseraufbereitungsanlagen von EnviroFALK bilden dabei das Herzstück. Sie sichern die hygienische Versorgung und ermöglichen medizinische Hilfe, dort wo sie gebraucht wird.
Die Partnerschaft zwischen HP Medizintechnik und EnviroFALK zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn technisches Know-how, Innovationsgeist und Verantwortungsbewusstsein zusammenkommen: Lösungen, die heute höchste Sicherheit bieten und zugleich für die Herausforderungen von morgen gerüstet sind.
FAQ
Für die sichere Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten ist aufbereitetes Wasser zwingend erforderlich. Nur VE-, Rein- oder Reinstwasser erfüllt die hygienischen Anforderungen nach geltenden Normen und gewährleistet Patientensicherheit.
Mobile Aufbereitungseinheiten werden überall dort eingesetzt, wo feste Krankenhausstrukturen fehlen oder temporär ersetzt werden müssen – etwa in Feldlazaretten, Krisen- und Katastrophengebieten, bei humanitären Missionen, militärischen Einsätzen oder als Interimslösung im Krankenhausbetrieb.
Die Anlagen liefern vollentsalztes Wasser (VE-Wasser), Reinwasser und Reinstwasser, exakt abgestimmt auf die Anforderungen von RDG, Ultraschallgeräten, Sterilisatoren und Dampferzeugern.
Ja. Die Wasseraufbereitungsanlagen von EnviroFALK erfüllen unter anderem die Anforderungen der DIN EN ISO 15883(Reinigungs- und Desinfektionsgeräte) sowie der DIN EN 285 (Dampfsterilisatoren).
Absolut. Die mobilen Aufbereitungseinheiten sind für extreme Temperaturen, Erschütterungen und schwierige Transportbedingungen ausgelegt und werden nach NATO-Standard AECTP300 getestet.
Dank modularer Bauweise und integrierter Wasseraufbereitung können die Systeme unabhängig von lokaler Infrastruktur betrieben werden – ein entscheidender Vorteil in Krisenregionen und bei Notfall-Interimslösungen.
Dazu zählen chirurgische Instrumente wie Skalpelle, Scheren, Klemmen und Pinzetten ebenso wie komplexe Medizinprodukte, z. B. Endoskope, Ultraschallsonden und Instrumente für minimalinvasive Eingriffe.
Beide Unternehmen entwickeln und fertigen ihre Systeme in Deutschland. Die langjährige Partnerschaft steht für Qualität, Innovationskraft, maßgeschneiderte Lösungen und höchste Betriebssicherheit – auch unter extremen Bedingungen.
Ja. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, werden Bedienung, Wartung und Hygieneprozesse detailliert dokumentiert und durch praxisnahe Schulungen ergänzt – auch für den Einsatz ohne technische Unterstützung vor Ort.











